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Zum Ende der Seite springen Das Imperium der Wölfe 3 Bewertungen - Durchschnitt: 5,67
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maggu
Eroberer


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Dabei seit: 10.09.2005
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Das Imperium der Wölfe Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Sooo... habe mich gestern mal hingesetzt und 4 neue Reviews geschrieben, unter anderem dieses. Hoffe es gefällt.

Gegenstand des Films "Das Imperium der Wölfe" ist der am 8. Januar 2003 in Frankreich erschienene Thriller-Roman "L'empire de loups". Erst seit März 2004 ist der Roman in seiner Erstausgabe auf Deutsch erhältlich. Geschrieben wurde der Roman von Jean-Christophe Grangé, welcher bekannt für andere, düstere Thriller wie " Die purpurnen Flüsse", "Der Flug der Störche" oder "Der steinerne Kreis" ist.
Dementsprechend wurde der Film in Frankreich von dem Regisseur Chris Nahon gedreht und wird bald wie in der Einleitung erwähnt, in den deutschen Kinos offiziell ausgestrahlt. Zuerst wirkt die Geschichte zu Anfang zweigeteilt. Es beginnt mit mit bisher unbekannten Frau namens Anna (Arly Jover), welche in einem vom Militär bewachten Institut auf ihre Amnesie untersucht wird. Parallel erzählt die Geschichte in ihrem zweiten Plot von seltsamen und grausamen Mordfällen im Türkenviertel von Paris. Dort ermittelt Kommssar Paul Nerteaux (Jocelyn Quivrin) zusammen mit dem zwilichtigen und knallharten ehemaligen Kommisaar Schiffer (Jean Reno), der den Ruf "Der Eiserne" genießt. Auffallend ist, dass es fast durchgehend im Film ständig regnet.




Anfänglich recht träge und mit horrorähnlichen Bildern entwickelt sich die Geschichte um Anna, die ihren Mann oder die Leute um sie herum manchmal nicht wiedererkennt. So kommt es vor, dass sie plötzlich die Menschen um sie herum mit zombieähnlichen Gesichtern wiedersieht und sie vor ihnen flüchtet. Eine Biopsie eines bekannten Neurologen meidend, wendet sie sich hilfesuchend an eine Psychaterin. Anna vermutet, dass vielleicht das Gesicht ihres Gatten durch plastische Chirugie veränderte wurde, entdeckt aber an ihm als er schläft keine Narben oder frische Spuren.
Doch eines Morgens fällt ihr im Bad etwas an ihr selbst im dichten Haar auf, woraufhin sie sich untersucht. Anna entdeckt Narben an ihren Hinterohren und auf der Kopfhaut und schließt sich im Bad ein. Der Gatte, der sie drängt, langsam fertig zu werden, damit sie zum Institut fahren können, rüttelt an der Tür, bis er sie aufbricht und seine Frau auf dem Fenstersims wegkrabbeln sieht.
Da er nun nicht mehr Herr der Lage ist, lässt er seine Maske fallen und fordert via Funk Verstärkung bei, woraufhin einige Leute in Anzügen das Gebäude stürmen und ein Mann auf der anderen Seite des Gebäudes Anna mit einem Scharfschützengewehr, geladen mit einem Betäubungspfeil, ins Visier nimmt. Die Hetzjagd um sie nimmt ihren Lauf.
Kommissar Paul Nerteaux und Schiffer untersuchen unterdessen in der türkischen Szene von Paris die bekannten Schlepper- und Schleusenbanden. Schiffer macht dabei vor skrupellosen, harten Methoden keinen Rückzug, wobei der junge Kommissar Paul Nerteaux alles andere als begeistert ist. Jene harten Methoden von Schiffer werden im Film auch entsprechend mit der Kamera bis zum letzten Grenzmoment gezeigt, was die anderen Zuschauer und mich mehr in den Kinositz mit Gänsehaut zurückdrückte. Schließlich, nach einem weiteren mehr oder weniger überzeugendem Verhör auf den Gleisen der U-Bahn von Paris deucht es Schiffer, der die türkische Szene von Paris bestens kennt, dass hier das Syndikat der "Grauen Wölfe" eine hochradikale, faschistische Organisation am Werke ist. Die Suche der beiden verstrickt sich immer tiefer in die dunkle Szene.



Da ich die Romanvorlage nicht kenne, beziehe ich mich her auf die Umsetzung seitens schauspielerischer Leistung und Regie.
Jean Reno, welcher aus anderen Filmen bereits dem Publikum, vor allem in Frankreich, sehr bekannt sein dürfte, spielt hier klar als das Flaggschiff. Und bis zuguterletzt, dass möchte ich dem Film klar als Pluspunkt halten, kennt man sein Spiel nicht. Die anderen Schauspieler waren mir relativ unbekannt, spielten aber ihre Rollen sehr gut. Lediglich Annas Ehegatte Laurant kam mir etwas hölzern und seltsam vor.

Von den Ortschaften fiel mir der recht starke Kontrast zwischen der Sauberkeit des Instituts und der wohlhabenden Bereiche um Annas Welt auf, während es im Handlungsplot bei dem Kommissar und Schiffer recht düster, dreckig und oft Nacht ist. Der Film nimmt hier kein Blatt vor den Mund und zeigt auch recht offen beispielsweise in der Pathologie eine auf dem OP-Tisch liegende Frauenleiche mit zerschlitzter Brust und Gesicht. Auch zeigt der Film skuril, bizarre Orte wie eine Gothic-Punk-Disko und ein türkisches Bad versteckt in einem Haus mit einer Gestalt darin, welche Zeit seines Lebens von Säure geschädigt dort feuchte Dämpfe einatmet.
Der schärfste Kontrast erlebt der Film, wenn er in die sonnige Türkei nach Istanbul und Anatolien überblendet. Der Regen und das Grau hat dort ein Ende - aber noch lange nicht die harte Geschichte.

Insgesamt ist der Film ein starkes Stück Tobak. Eine Handlung, die erst langsam ins Rollen kommt, danach aber recht komplex und durchdacht wirkt, hält den Zuschauer mit manchmal harten sowie auch intelligenten Szenen bei der Stange. Dabei streichte der Film kurz vor allem im ersten Drittel mehr am Horror-Genre vorbei und glitt in einen harten Thriller um Politik und knallharter Schlepper- und Drogenszene, welche in einer faschistischen Organisation ihren Ursprung hat. Aufgrund der komplexen Handlung hatte ich am Schluss das Gefühl, dass alle wichtigen Fragen beantwortet waren, doch einige, weniger bedeutsame, nur schwammig eine antwort bekamen oder gar nicht. Insgesamt enthält der Film viele Wendungen und Überraschungen - kam etwas ist vorhersehbar. Vor allem Jean Reno leistet mit Schiffer eine sehr gute Darstellung - sein Spiel bleibt bis zum Schluss unklar.

Klar, wir haben es hier nicht mit einem Effektfeuerwerk á la Star Wars oder anderen Filmen zu rechnen. Special Effects gibt es hier in diesem Sinne kaum. Explosionen, wie sie an zwei Szenen im Film vorkommen, sind jedoch recht gut und realistisch in Szene gesetzt und geben sich auch die Erhe, wieder aufzuhören, statt wie in manch anderen Filmen tausendfach weiterzuexplodieren
Der Film lebt insbesondere durch seine eigenen Bilder, die durch die Rahmenbedingungen und Eindrücke Farbe eralten. Ein verregnetes Paris, eine stinkende Kloake von Abwasserkanal, ein U-Bahn-Schacht sowie das sonnige Istanbul - man könnte meinen, man befinde sich dort.



Musikalisch wird einiges an Soundtrack geboten. Spannende Szenen erhalten hektische Musik, überraschende Momente (insbesondere beim Anfang des Filmes mit den Horror-Bildern) entsprechend schock-fördernden Sound sowie Soundtracks mit Begleitung von Gesang - es ist alles vorhanden. Letzteres ist in mitten in Filmen nicht oft anzutreffen und wenn, unter Umständen peinlich. Hier hat es eine passende Stelle gefunden. Der französische Film kann sich daher mit diesem Werk durchaus mit anspruchsvollen Filmen aus allen Ländern messen. Anspruchslose, seichte Hollywood-Produktionen bleiben hier sprichwörtlich im Regen stehen. Der Regie merkt man es den ganzen Film daher an, dass man ein solches Hollywood-Werk nie drehen wollte.
Die Synchronisation des Films ist bei allen Charakteren absolut gelungen und zeigt keine Mankos - weder in peinlicher Stimme oder unpassenden Lippenbewegungen. Hier war Professionalität zugange.


Als der Film began, konnte ich zuvor durch die lange Wartezeit im Kinosaal in der Zeitschrift des Kinos über den Film lesen. Skepsis über ein Film, der mich mit düsterem Döner-Gehabe und Depressivität der Darsteller umhauen würde, haben sich nicht bestätigt statt wie im Film "Gegen die Wand" aus deutschen Landen.
Ein spannender Thriller aus der Feder von Jean-Christophe Grangé bot mir hier anspruchsvolle, harte und alles andere als seichte Unterhaltung. Einige harte Szenen gehen wirklich an den Grenzwert des Betrachtbaren und erzeugte eine Gänsehaut. Meiner Meinung nach war dies klare Absicht des Regisseurs nach der Art: "Bis hier hin und nicht weiter!"

Ob man einige härtere Szenen sich trotzdem nicht hätte ersparen können und daher einige Fragen besser klären, bleibt dem Zuschauer überlassen. Aufgrund der Komplexität der Geschichte kann ich mir vorstellen, dass diese Verfilmung sehr schwer war. Und hätte man die zombieähnlichen Gesichter am Anfang nicht mit einem anderem Stilmittel darstellen können? Wie dem auch sei - seit längerem habe ich keinen solch anspruchsvollen Thriller mehr gesehen und was den französischen Film angeht, ganz klar eine fantastische Produktion.
Eine Warnung vorweg: Auch wenn das Horror-Genre das nur zu Anfang existiert, bald vorbei ist, ist dieser Film nichts für schwache Nerven. Eine Freigabe kann ich mir höchstens ab 16 Jahren vorstellen.

Jeder der gerne Thriller schaut, überhaupt Fans von Jean-Christophe Grangé kann ich diesen Film herzlichst empfehlen.

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13.09.2005 21:37 maggu ist offline E-Mail an maggu senden Beiträge von maggu suchen Nehmen Sie maggu in Ihre Freundesliste auf
Repsol
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re Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

werd ich mir auf jedenfall rein ziehen ... klingt echt sehr gut
13.09.2005 22:52
Phalanx
unregistriert
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Kein Interesse.
27.09.2005 20:49
scarlet diva scarlet diva ist männlich
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Eine ziemlich undurchsichtige Story, die mit zunehmender Spielzeit nur noch undurchsichtiger wird. Ein Jean Reno, der nicht unbedingt ein Sympathikus diesmal ist. Allerdings hat der Streifen eine tolle Atmosphäre und versteht es - trotz der komplizierten Story - Spannung aufzubauen. Action wird gezielt eingesetzt und nicht übertrieben, auch schön. Der größte Pluspunkt des Films ist meiner Meinung nach Arly Jover, die einfach eine ganz besondere Ausstrahlung hat. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass auch den anderen Hauptcharakteren des Films soviel Aufmerksamkeit geschenkt worden wäre wie ihr.
Definitiv ein Film, den ich mir zwei- oder dreimal anschauen muss, um ihn (hoffentlich) richtig zu verstehen. Und dann werd ich wohl auch mal das Buch lesen müssen, in dem offensichtlich einige Infos enthalten sind die im Film fehlen. Bis dahin knappe ...

7 / 10
13.10.2007 00:00 scarlet diva ist offline E-Mail an scarlet diva senden Beiträge von scarlet diva suchen Nehmen Sie scarlet diva in Ihre Freundesliste auf
Vincent Price
Frankenstein II


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Danke smile Wollte ihn mir erst kürzlich kaufen,
habs mir aber dann doch nochmal anders überlegt.

Vieleicht kommt er beim nächsten mal mit nach Hause.

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13.10.2007 12:12 Vincent Price ist offline E-Mail an Vincent Price senden Beiträge von Vincent Price suchen Nehmen Sie Vincent Price in Ihre Freundesliste auf
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