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Brothers Grimm |
CreaterZone.de
Tripel-As


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Brothers Grimm
Der Mann, der auszog, den Filmstudios das Fürchten zu lehren: "Brothers Grimm" ist ein Bilderreigen und weiteres spannendes weiteres Kapitel in der Karriere Terry Gilliams.
V:Concorde, GB / CZ / USA 2005, R: Terry Gilliam, D: Matt Damon, Monica Bellucci, Heath Ledger u.a.
Von einem Märchen zum anderen
(tsch) Es war einmal ein Amerikaner, der einen solch skurrilen Humor besaß, dass er sich mit fünf schrulligen Briten zusammentat. Fortan trieben sie gemeinsam unter dem Namen "Monty Python" ihren Schabernack: auf den Fernsehschirmen und auf den Kinoleinwänden der Welt. Sie feierten große Erfolge, so groß, dass Millionen von Menschen ihnen begeistert Treue schworen. Doch irgendwann erlahmte das lustige Treiben, und jeder ging seine eigenen Wege. Der Amerikaner, nun auf sich allein gestellt, fand Halt in Hollywood. Doch konnte er nicht anders und versuchte in der von Popcornfilmen geprägten Industrie nun den Geist des Unkonventionellen zu verbreiten, den die sechs "Monty Pythons" erschaffen hatten. Jüngstes Ergebnis ist Terry Gilliams Blick auf die Gebrüder Grimm.
Egal, welche Geschichte von Regisseur Gilliam unter die Lupe genommen wird: "Brazil", "König der Fischer" oder "Angst und Schrecken in Las Vegas" - der pausbäckige Jeck ist Märchenerzähler geblieben, das war er immer schon. Auch die "Monty Python"-Kinofilme "Die Ritter der Kokosnuss" oder "Das Leben des Brian" waren Märchen, modern, albern und sarkastisch zwar, aber an keiner Stelle den Charakter einer Märchenerzählung entbehrend: Es geht um Fantasie und, was in einer politisch korrekten Welt oft vergessen wird, unverhohlene Direktheit.
Auf der Suche nach neuen Inspirationen für seine Konstrukte musste Gilliam schon einige Male "durch den Dreck kriechen", wie er heute sagt. Höhepunkt: Das Scheitern der Dreharbeiten seines opulenten Films "The Man Who Killed Don Quixote". Bis heute hat sich der weltgewandte Spaßmacher, der stets eine ironische Bemerkung auf den Lippen trägt, nicht davon erholt.
Auch seine unprätentiöse Filmbiografie "Brothers Grimm" stand auf der Kippe. Dabei war es kein Herzensprojekt Gilliams. Dennoch stieg er in den verbalen Boxring und kämpfte mit harten Bandagen - vor allem gegen die mächtigen Gebrüder Weinstein des Filmstudios Miramax, die sich permanent in die Inszenierung einmischten und Gilliam Vorschriften machten. Eigensinn ist bei Regisseuren in der Verwertungskette Hollywoods immer seltener gefragt. Und so thront auf der Nase Matt Damons alias Wilhelm Grimm, dem Erfolgsmenschen, nicht wie gewünscht eine hässliche Beule. Damon ist vor allem auf den Werbepostern als das zu erkennen, was er zurzeit ist: als bekannter Filmstar.
An seiner Seite steht ein weiterer Jungstar: Heath Ledger, der australische Beau, spielt Jakob Grimm, den Träumer und Gutmenschen. Gemeinsam nehmen sie als fantasievolle Illusionisten abergläubisches Stadt- und Landvolk aus, indem sie sich als Geisterjäger gerieren und dann mit Seilzügen, Komparsen und jede Menge explosiver Finesse eine Show hinlegen, die David Copperfield neidisch machen würde.
Doch freilich wird es irgendwann ernst, und der faule Zauber nimmt reale Züge an. Deutschland ist am Anfang des 19. Jahrhunderts von der Armee Napoleons besetzt. Die Gebrüder Grimm werden wegen ihrer Scharlatanerie in Gewahrsam genommen, bald darauf aber von den Franzosen als Geheimwaffe eingesetzt. Denn in einem süddeutschen Wald soll es finstere Wesen geben, die arglose Kinder fressen. Das Volk ist in Aufruhr. Und das macht die Besatzung nicht unbedingt leichter.
Der Fluch wird der hübschen, aber hemdsärmeligen Angelika (Lena Heady) angelastet. Mit ihrer Hilfe versuchen die in übersinnlichen Dingen nicht sehr gläubigen Brüder, Licht hinter die perfekt erscheinende Illusion zu bringen. Dabei stellt sich heraus, dass sich eine arrogante Königin (Monica Belucci), die während der grassierenden Pest regierte, in einem hohen Turm im Walde einmauern ließ, um ihre Schönheit zu schützen. Nun beabsichtigt sie, mit Hilfe junger Kinderseelen wieder ins Diesseits zurückzukehren.
Gilliam verzichtete weitgehend auf Spezialeffekte und konzentrierte sich ganz auf die Geschichte, die er - gewohnt schnippisch - erzählen wollte. So erkennt der Zuschauer zahlreiche Anspielungen auf bekannte Grimm-Märchen, die indes nicht als Kalauer, sondern als bloße Verweise auftauchen. Auch der Humor geht bisweilen verloren: Zu groß ist die Distanz zu den auf Sympathie getrimmten Hauptdarstellern. Es bleibt die fürwahr märchenhafte Kulisse aus gruseliger Waldenge und der erdrückenden Atmosphäre der Fachwerk-Architektur.
Gilliams Gebrüder Grimm sind weniger für Kinder geeignet: "Der Film ist dafür da, um Kindern Angst zu machen", erklärt der Regisseur augenzwinkernd. Die sich in Verwesung weidende Monica Belucci als betörende Königin trägt sicherlich ihren Teil dazu bei. Zwar bleibt "Brothers Grimm" ein hübsch anzuschauender Bilderreigen. Doch die Magie der Bilderwelt verhindert das, was Terry Gilliam immer wollte (und auch konnte): eine packende Geschichte mit tiefgründigem Inhalt.
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05.10.2005 10:55 |
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Baldini
Mitglied
 

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05.10.2005 12:22 |
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Jägerin

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Also ich werde mir den Film schon anschauen, allein weil es wieder um mein Lieblingsgenre geht Magisches etc. auch wenn es nicht unbedingt eine neue Idee ist Märchen einmal anders zu erzählen.
Allerdings find ich es schon bischen hm "befremdlich" das die Geschichte von den Gebrüdern Grimm nun so erzählt wird. Es wird zwar freilich sogar gesagt, dass es keine Biographie ist oder sowas (wäre auch bei weiten nicht so spannend) aber ich frage mich doch was die beiden dazu gesagt hätten wenn sie könnten.
Auch find ich das doof das die Namen ala Hollywood gleich einamerikanisiert werden. Die heißen nicht Jack und Will sondern Jakob und Wilhelm. Ich mein das machen wir doch auch nicht das wir die Namen der englisch sprachigen Filme eindeutschen, Mike bleibt Mike und wird nicht zu Michi oder sowas. Aber naja is halt so.
Aber ich will den Film nicht miesmachen bevor ich ihn gesehen hab und trotzallem werd ich ihn mir doch anschauen *zwinker*
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05.10.2005 13:45 |
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Tripel-As


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Ich habe mir ihn heute angesehen und muss sagen, für mich was es einer der größten Reinfälle in der Filmgeschichte. Interessante Bilder, hier und da mal ein Witz und mehr war nicht. Der Film hat irgendwie eine verwaschene Geschichte und irgendwie ist der Film auch nicht spannend oder sonst etwas. Es gibt nicht einmal eine richtige Liebesgeschichte. Ein wenig Grusel ist angesagt aber mehr auch nicht.
Es hat mir echt keinen Spaß gemacht, den Film zu sehen, kann ich nicht weiter empfehlen!
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06.10.2005 23:46 |
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Jägerin

Routinier
 

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So den Film hab ich nun auch gesehen ist zwar schon eine Weile her... Hätte ich nur mal auf die Leute gehört, hab mir den Schrott sogar als DVD gekauft (will die jemand?)
Die Idee vom Film ist ja nicht schlecht aber der Rest??? Und wie kann man nur die Gebrüder Grimm auf diese Art so mies machen wollen?
Und frage wo war da Grusel? Bei der Schauspielleistung???
Ne den hätte man sich sparen können
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02.02.2007 13:49 |
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S-Rex
Kaiser

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kann nicht verstehen wie Matt Damon und Heath Ledger sich auf sowas
einlassen wollten. Anscheinend wenn die Schauspieler den Namen Terry Gilian hören springen sie sofort. 12 Monkeys (Regie)
Fear and Loathing in Las Vegas (Regie, Drehbuch) das waren noch Filme aber dies hier??? Also was soll das.
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Follow the white rabbit.........
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06.09.2007 00:59 |
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