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(Kino) King Kong |
VincentVega unregistriert
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Kinostart: 15.12.2005
Regie: Peter Jackson
Buch: Philippa Boyens, Frances Walsh, Peter Jackson
Darsteller: Jack Black,
Naomi Watts,
Adrien Brody,
Andy Serkis,
Jamie Bell
Das Filmemachen scheint mit dem Aufkommen pompöser Special-DVD’s, ausführlicher Online-Berichterstattungen und permanent zugreifbarer Informationsquellen immer transparenter zu werden. Angesichts sechsstündiger Dokumentationen zu einzelnen Filmen („Herr der Ringe“) glaubt man gar fast, schon zu viel Einblick in die Trickkiste Hollywoods zu bekommen, weiß man doch, dass ein Zauberer in genau dem Moment an Faszination verliert, an dem man die Machart seines Tricks durchblickt. Genau genommen ist aber gar nichts transparent geworden und wenn, dann maximal die technische Seite des Mediums Film. Über die Motivation eines Filmemachers, sein Interesse an der Thematik, sein Vorgehen bei der Ausarbeitung des Stoffes, bei der Schauspielführung, beim Schnitt erfährt man meist sehr wenig. Allenfalls die Audiokommentar-Funktion, die sich seit der Etablierung der DVD zum festen Bestandteil einer Veröffentlichung gemausert hat, dringt tiefer in den jeweiligen Film ein und seziert ihn auch annähernd auf semantischer Ebene. Zumindest, wenn der Regisseur darüber sprechen möchte.
Trotz dieser enttäuschenden Tendenz kann es auch ungemein spannend sein, einem beherzten Team wie den WETA-Handwerkern um Peter Jackson bei der Arbeit zuzusehen, zumal seine Filme ja genau das sind: handwerkliche Meisterstücke. Entsprechend neugierig beobachtet man Jacksons neuestes Spielzeug „King Kong“, ein Remake des immer noch beeindruckenden „King Kong und die weiße Frau“ von 1933. Dieser war seinerzeit auch nicht mehr als praktische Fleißarbeit, aber immerhin eine nahe der Perfektion. Filmisch solide bis erstaunlich modern bezwang der berühmte Riesenaffe dort reihenweise prähistorische Urtiere, nur um dann von der kleinen Spezies Mensch versklavt und getötet zu werden. Merian C. Coopers und Ernest B. Schoedsack waren klug genug, ihrem Publikum die eigene Sensationsgier vor Augen zu halten und (mit den Mitteln des Mainstream) kritisch zu durchleuchten. Das gab dem Actionfilm ausreichend Tiefe und sorgte für die richtige Portion Tragik: am Ende weint man um das Tier mehr als man sich für die Unversehrtheit des Menschen erwärmen kann.
Exakt dieser Aspekt ist es, der Peter Jackson an einem Remake gereizt haben dürfte, natürlich abgesehen davon, dass er hier seinem Spieltrieb reichlich Raum geben kann. Schon mit dem Puppentrash „Meet the Feebles“ bewies Jackson seine Affinität für liebenswürdige Monster und man kann nicht sagen, dass nicht jedes Ungeheuer der „Herr der Ringe“-Trilogie mit denkwürdigem Charisma ins rechte Licht gesetzt wurde. Allein der kurze Kampf mit dem Höllentroll in „Die Gefährten“ kann als Vorgeschmack auf den digitalen Uraffen herhalten: man spürt förmlich die innere Zerrissenheit des tumben Haudraufs, der von den Orcs wohl nicht auf die fürsorglichste Art und Weise aufs Töten abgerichtet wurde. Jackson strickte die Hintergrundgeschichte des einsamen Riesenbabys gar so weit, dass er ihn sich als unbeflecktes Junges vorstellte, das früh von seiner Mutter getrennt wurde.
Diese Liebe zum Detail und seine entwaffnende Ehrlichkeit sind es, die Jacksons Filme zu etwas besonderem machen, so B-Movie-artig sie auch sein mögen. Das umfangreiche Produktionstagebuch vermittelt denn auch aufs Neue die kindliche Leidenschaft, die die „Herr der Ringe“-Trilogie so groß gemacht hat, zumal das Team nahezu dasselbe ist: Fran Walsh, Philippa Boyens und Jackson selbst am Drehbuch, Andrew Lesnie an der Kamera, Howard Shore am Taktstock, Jamie Selkirk am Schnittplatz, Grant Major als Produktionsdesigner, Andy Serkis als Motion-Capture Vorlage (soweit das hier Sinn macht). Nur die Besetzung ist bis auf Serkis nicht vergleichbar, was insofern spannend ist, als dass man Anarchokomiker Jack Black wohl als letzten in der Rolle des amerikanischen Kapitäns Carl Denham gesehen hätte. Diese Figur war in der Version von 1933 nämlich eher die des aalglatten American-Hero und damit nicht die, mit der man Black zwingend assoziieren würde, was wohl ein Hinweis auf die Aktualisierung des Stoffes ist: bestimmend, aber doch eher sanft. Die wesentlichen Eckpunkte der Geschichte werden allesamt beibehalten: verlassene Insel, Expeditionsteam, Opfergabe der „weißen Frau“ (keine schlechte Wahl: Naomi Watts), Gefangennahme des Affen, Präsentation in New York, Eskalation, Tod des Tiers auf dem Empire State Building. Selbst vermeintliche „Details“ wie der Kampf mit dem T-Rex werden beibehalten, natürlich, möchte man sagen, denn wer sitzt hier auf dem Regiestuhl?
Zu erwarten ist also eine primär technische „Neudeutung“ des Filmklassikers, was man jeder Hollywood-Produktion als pure Geldmacherei ausgelegt hätte, bei Peter Jackson aber angesichts vergangener Sinnesorgien für freudiges Erwarten sorgt: ein ehrlicher Monsterfilm mit fettem Budget, da akzeptiert man die niederen Beweggründe ohne Widerwort.
Quelle: filmspiegel.de
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29.11.2005 22:16 |
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{~Ghostrider~}
Eroberer
  

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Ein geiler Film aber ncihts für jemanden mit ekel vor Insekten
MfG
Ghostrider
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23.08.2007 17:26 |
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S-Rex
Kaiser

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Woran muß sich "King Kong" wirklich messen? Natürlich nicht an anderen Monstern oder menschlichen Gegnern, sondern an Peter Jacksons Trilogie "Herr der Ringe", auch wenn diese Filme in ein komplett anderes Genre fallen. Diesen Vergleich hält der große Affe leicht aus. Mancher mag denken, der Film sei mit drei Stunden zu lang, was aber nicht der Fall ist - an manchen Stellen ist er sogar eher zu kurz, insbesondere hätte nach meinem Geschmack der letzte der drei logischen Teile, aus denen der Film besteht, ruhig etwas länger sein können.
Die drei Teile sind die Einführung der Figuren und die Reise zur Insel, der Hauptteil auf der Insel und das Finale in New York. Im mittleren Teil kann man an vielen Stellen deutlich erkennen, daß Peter Jackson aus der Splatterecke kommt - einige Viecher, mit denen Jack, Carl und die anderen es zu tun bekommen, hätte er mit Sicherheit gerne auch in seinen ersten Filmen gehabt. Durch diese Dreiteilung, bei der auch der erste Teil ausführlich erzählt wird, schafft Jackson es, nicht nur die Charakterzüge der Figuren deutlich zu erläutern (wofür im zweiten Abschnitt keine Zeit mehr gewesen wäre), sondern auch, den Zuschauer in die Dreißiger Jahre zu entführen. Man sieht nicht nur einen Film, der in dieser Zeit spielt, man erlebt ihn!
Ein großes Geheimnis um den Inhalt muß man bei diesem Film ja (hoffentlich) nicht machen, immerhin sollte die Geschichte jedem - zumindest ansatzweise - bekannt sein. Falls jemand den Inhalt noch nicht kennt, sollte er ab hier besser nicht mehr weiterlesen. Würde der Film nicht im ersten Drittel des letzten Jahrhunderts spielen, könnte man meinen, die Insel sei Teil einer französischen Kolonie, in der Insekten und andere Lebewesen durch radioaktive Strahlung mutiert sind - alles ist unglaublich riesig! Nicht nur aus diesem Grund ist für meinen Geschmack die Altersfreigabe der FSK (ab 12) wieder einmal zu niedrig eingestuft.
Die Bewegungen und Mimik des Affen wurden, wie auch die des Gollum in "Herr der Ringe", mit der Hilfe von Andy Serkis umgesetzt. Serkis ist in diesem Film auch in einer kleineren Rolle (Lumpy) zu sehen. Angeblich soll Peter Jackson übrigens einer der Piloten oder Schützen in einem der Flugzeuge sein, ich konnte ihn aber nicht erkennen - auch beim zweiten Sehen des Filmes nicht.
Die Tricktechnik des Films ist einfach perfekt, vor allem der Affe ist wahrscheinlich das Beste, was es in dieser Art bisher in einem Film zu sehen gab. Vor allem die Mimik wirkt erschreckend echt, ohne diese wäre die freundschaftliche Beziehung zwischen Ann und Kong wohl nicht nachvollziehbar gewesen. Abgesehen von einigen Kleinigkeiten, die einfach unlogisch sind. kann ich den Film uneingeschränkt empfehlen. Zum Beispiel ist es für mich aber nicht nachvollziehbar, daß das Militär mit allen zur Verfügung stehenden Waffen in einer Großstadt wie New York herumballert, ohne darauf zu achten, ob vielleicht Menschen in den Häusern sein könnten, die von ihren schweren Waffen getroffen werden; außerdem würde ich als Autofahrer, wenn ich von weitem einen riesigen Affen sehen würde, bestimmt nicht bis zu ihm weiterfahren, wenn er die Autos vor mir durch die Luft wirbelt, sondern schleunigst das Weite suchen.
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02.09.2007 12:04 |
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